15.01.10
Konsortium aus Aachen gewinnt den nordrhein-westfälischen Wettbewerb „InnoMeT- Gesucht: Die besten Ideen für innovative Medizintechnik“

Mit patientenadaptierten medizintechnischen Lösungen innovative Produkte und Prozesse für die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen zu entwickeln, das ist das Ziel der erfolgreichen Aachener Bewerbung zum InnoMeT Wettbewerb des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW. Unter dem Leitgedanken „Patient Customized Engineering“ arbeiten mehr als 40 Partner aus Klinik, Forschung und Industrie in sieben Projekten unter einer gemeinsamen Vision zusammen. „Zentraler Ansatzpunkt ist es, mit der Personalisierung der Medizintechnik ein enormes, bislang ungenutztes ökonomisches und therapeutisches Potential zu erschließen. Mit dem Hauptaugenmerk auf die kardiovaskuläre Therapie sollen medizintechnische Systeme auf die individuelle d.h. patientenspezifische pathologische Bedarfslage zugeschnitten werden.“ so Professor Thomas Schmitz-Rode, Sprecher des Aachener Konsortiums. Durch die kardiovaskulären Ausrichtung wird nicht nur ein besonders relevantes Krankheitsgebiet adressiert, dieses stellt gleichzeitig eine herausragende Stärke in Wissenschaft und Wirtschaft der Aachener Region dar. In den F&E-Vorhaben erarbeiten jeweils spezialisierte Verbünde innovative Systeme für die kardiovaskuläre Medizin. Deren Schwerpunkte reichen von Telemedizin über kardio-pulmonale Assistenzsysteme und bildgeführte Interventionen bis hin zu patientenoptimierten Implantaten.
Für die Umsetzung der einzelnen Vorhaben stehen aus dem NRW-EU-Ziel2-Programm insgesamt 15 Millionen Euro bereit, das Gesamtbudget des Aachener Antrags beträgt 20 Millionen Euro. Damit soll ein herausragendes und international sichtbares Cluster der innovativen Medizintechnik etabliert werden, wodurch die nationale und internationale Positionierung NRWs in der Branche verbessert werden soll und die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Medizintechnik gestärkt wird. Der nächste Schritt zur Realisierung ist die formale Umsetzung des Vorhabens in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Projektträger des Forschungszentrums Jülich. Der geplante Projektstart ist Anfang Juli 2010.
"Die hohe Qualität der Projektanträge zeigt erneut das überragende Potenzial von Forschung und Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Der Wettbewerb fördert die Etablierung eines international beachtenswerten Clusters für forschungsintensive Medizintechnik, ausgehend von der Region Aachen", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Eine siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Professor Fridtjof Nüsslin, Professor für Biomedizinische Physik am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, hat die Anträge gesichtet und die sieben Vorhaben zur Förderung empfohlen. Die erfolgreiche Aachener Bewerbung soll als Leuchtturm für die NRW Medizintechnik eines von 16 Clustern repräsentieren, welche Bestandteil der landesweiten Clusterpolitik zur Stärkung zukunftsorientierten Branchen- und Themenfelder sind.