06.04.10
BMBF fördert die Entwicklung von Bioimplantaten
Maßnahme „Bioaktive Implantate“ geht in die zweite Runde
Als Querschnittstechnologie kommt es in der Medizintechnik auf Interdisziplinarität an. Die ursprünglichen Konvergenzen zwischen den klassischen Ingenieursdisziplinen wie Maschinenbau und Elektrotechnik mit den medizinischen Fachrichtungen werden immer öfter um weitere Aspekte der Biotechnologie und Pharmazie erweitert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deswegen seit 2007 im Rahmen der Hightech Strategie F&E Projekte zum Thema "Bioaktive Implantate" innerhalb der Rahmenprogramme „Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft – WING“ sowie „Nano-Initiative - Aktionsplan 2010". Die Förderinitiative geht nun in die zweite Runde.
„In der Medizintechnik zeichnet sich zunehmend ein Trend des Zusammenwirkens mit Pharmazie und Biotechnologie ab. Sichtbar wird dies bei Medizinprodukt-Arzneimittelkombinationen, wie z.B. medikamentenbeschichtete Gefäßstützen (Stents), aber auch in der "Biologisierung" medizintechnischer Produkte, wie bei mit Biomolekülen beschichteten Implantaten.“ heißt es im Ausschreibungstext. Hierbei steht die Anpassung der Implantate an die menschliche Physiologie im Fokus, weswegen zunehmend auf das Potenzial der Biotechnologie einerseits und Nano- und Werkstofftechnologien andererseits zurückgegriffen wird.
Im Rahmen der zweiten Runde der Ausschreibung können nun Ideen für industriegeführte F&E Verbundprojekte zu Implantaten der nächsten Generation bis zum 5. August 2010 eingereicht werden.
Das AKM beschäftigt sich seit seinem Bestehen mit der Antragstellung von wissenschaftlichen F&E Projekten mit dem Schwerpunkt Medizintechnik und ging selbst aus einem BMBF Projekt im Jahr 2000 hervor. Neben Vorhaben im Innovationswettbewerb Medizintechnik des BMBF haben wir Erfahrungen in der Antragstellung und Koordination großer Verbundprojekte wie orthoMIT oder ForSaTum auf Landes- und Bundesebene. Im Rahmen des Wissenschaftsmanagements arbeiten wir mit den verantwortlichen Projektträgern zusammen.
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