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Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik, Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz-Rode

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1971 nimmt das Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik als ein Institut der RWTH eine Brückenfunktion zwischen den Natur- und Ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und den medizinischen Disziplinen wahr. Im Jahre 2002 wurde das Institut grundlegend neugestaltet und als fakultätsübergreifende Arbeitsgemeinschaft eingerichtet.

Arbeitsgebiet „Kardiovaskuläre Technik“

Die Schwerpunkte liegen im Bereich des Herz-Kreislauf Systems. Es werden anwendungsbezogene Projekte im Bereich von Blutpumpen, Oxygenatoren und Herzklappen bearbeitet. Die grundlagenorientierte Forschung liegt im Bereich der Strömungsberechung, Strömungssichtbarmachung sowie der mechanischen Lagerung von Pumpensystemen.

  • Blutpumpen
  • mechanische Herzklappen
  • Oxygenatoren
  • Lageruntersuchungen

Arbeitsgebiet „Kardiovaskuläres Tissue Engineering“

(Leiter: Dr. med. Stefan Jockenhövel)

Die Arbeitsschwerpunkte umfassen die Züchtung von autologem Zellgewebe auf künstlichen Trägerstrukturen ("scaffolds"), deren Konditionierung in pulsatilen Bioreaktor-Systemen, und die Entwicklung von Implantationstechniken.

  • Tissue Engineering von Herzklappen, Gefäßprothesen, Myokard-Patch
  • Bioreaktor-Technologie
  • Marker der Gewebeentwicklung

Arbeitsgebiet „Biophysikalische Messtechnik“

Entwicklung und Realisierung angepasster Systeme und Methoden zur Erfassung, Analyse und Interpretation von Biosignalen mit Schwerpunkt auf dem Muskulo-Skelettalen Apparat. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung von Aufnahmetechniken zur 3D-Bewegungsanalyse, die Bewertung der muskulären Koordination und die Frühdiagnostik von Bewegungsstörungen. Weiterhin werden Verfahren zur quantitativen Therapie-Evaluation, Rehabilitation und Prävention entwickelt.

  • 3D-Tracking
  • Bewertung der muskulären Koordination
  • Frühdiagnostik von Bewegungsstörungen
  • Rehabilitation
  • Evaluation
  • Prävention

Arbeitsgebiet „Interventionelle und bildgebende Methoden“

Therapie mit Methoden der interventionellen Radiologie, verschiedener Imaging-Techniken und Kathetersysteme. Entwicklung und Testung von telemetrischen Mikrosystemen („intelligente Implantate“). Minimal-invasive Diagnostik mittels needle tip histology.

  • Mikrosysteme („intelligente Implantate“)
  • Interventionelle Radiologie / Kardiologie
  • Bildgebungstechniken
  • Kathetersysteme
  • Techniken zur bildgeführten Applikation/Injektion

Arbeitsgebiet „Medizinische Nanotechnik“

Therapie durch ferngelenkte lokal begrenzte Applikation von Pharmaka mittels magnetischer Führung von Mikro- und Nanobeads sowie zellulären Markern im Rahmen der Molekularen Bildgebung. Design von Konfigurationen zur zielgerichteten Fernsteuerung nanoskaliger Partikel in Gradientenfeldern.

  • Eisenoxid-Nanopartikel
  • zelluläre Marker
  • Multifunktionale Pharmakaträger
  • magnetic targeting
  • Extrakorporale Fokussierung
  • Molekulare Bildgebung

Alleinstellungsmerkmal

Das Helmholtz-Institut vereint als transfakultäre Einrichtung die Kompetenzen verschiedener Fakultäten der RWTH Aachen unter einem Dach:

  • der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
  • der Fakultät für Maschinenwesen
  • der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und
  • der Medizinischen Fakultät

Der Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik gehört zur Medizinischen Fakultät und besitzt langjährige Verbindungen zu den genannten Fakultäten und Kliniken. Dadurch werden in interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekten Synergien aufgebaut und genutzt. Die räumliche und inhaltliche Nähe zum Universitätsklinikum Aachen und zu KMUs der Region unterstützen die anwendungsorientierte Arbeit.

Kooperationsinteresse

  • In allen genannten Arbeitsgebieten werden Projekte verfolgt, die im Rahmen von Kooperationen durchgeführt werden. Als Hochschulinstitut sind wir in der Lage, in den beschriebenen Bereichen auch kurzfristig neue Projekte anzustoßen.

Partner & Referenzen

  • Universitätsklinikum Aachen, insbesondere Klinik für Radiologische Diagnostik, Medizinische Klinik I (Kardiologie), Kardiochirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie
  • Fraunhofer Institute Aachen: Lasertechnik, Produktionstechnik, Molekularbiologie
  • Deutsches Wollforschungsinstitut (DWI)
  • Institut für Medizin, FZ Jülich
  • Virtuelles Institut für Biohybrid-Technologien, FZ Jülich
  • JAME - Molecular Imaging Initiative: FZ Jülich, RWTH Aachen, Universität Maastricht, Universität Eindhoven
  • Medtronic Bakken Research Center, Maastricht
  • Philips Forschungslaboratorien Aachen und Hamburg
  • Philips, Clinical Science Group, Best, Netherlands
  • Fraunhofer Institut Duisburg: Mikroelektronische Schaltungen
  • BioRiver, Live Sciences im Rheinland

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