Forschungssatellit für eine beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte
Trotz beachtlicher Erfolge in der Krebstherapie, ist die krebsbedingte Sterblichkeitsrate nahezu unvermindert hoch. Viele onkologische Diagnose- und Therapieansätze scheitern an hohen Entwicklungskosten und mangelnder klinischer Effizienz. Grund hierfür ist v.a. das Fehlen tierexperimenteller Einheiten für die standardisierte longitudinale Untersuchung von Tumormodellen.
Nicht-invasive Bildgebung ermöglicht die Erhebung physiologischer und molekularer Informationen, welche die Aussagekraft präklinischer Studien erhöhen und die Zahl klinisch scheiternder Behandlungsansätze vermindern kann. Zudem senkt sie signifikant Versuchstierzahlen und Entwicklungskosten. Ziel ist daher der Aufbau eines bisher einzigartigen Forschungssatelliten für die beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte. Es werden 4 wesentliche Komponenten der präklinischen Tumorforschung vereinigt: 1) Spezialisierte tierexperimentelle Plattform, welche die Vorbereitung neuer Behandlungskonzepte für die klinische Erprobung unterstützt und deren Expertise als Service zur Verfügung stellt. 2) Molekulare Bildgebung mit Entwicklung hoch innovativer Spitzentechnologien 3) Entwicklung molekularer Sonden und Diagnostika sowie 4) eine Informationstechnologie-Plattform zur Vernetzung der o.g. Bereiche. Bei der Konzeption molekularer Sonden und Bildgebungsgeräte sowie der softwaretechnischen Umsetzung wird besonderer Wert auf klinische Anwendbarkeit gelegt, was den Ausbau der Infrastrukturen für klinische Prüfungen ermöglichen wird. Die Konzentration der unterschiedlichen Komponenten der Tumorforschung schafft Synergien, welche Aachen und Bochum als Hochburgen der Medizintechnikentwicklung maßgeblich stärken.



